ANNETT ZINSMEISTER

Speicher / Transformation
ANNETT Zinsmeister
16.10. – 2016.11.27

Vernissage: Sonntag, 16.10.2016, 17 Uhr

BEGRÜSSUNG   Angelika Matt-Heidecker, Oberbürgermeisterin
Florian van het Hekke, Kurator der Ausstellung
EINFÜHRUNG Christian Goegger, Künstlerischer Leiter Kunstverein Esslingen

Städtische Galerie im Kornhaus, Kunstbeirat Max-Eyth-Str.19, 73230 Kirchheim unter Teck Tel. 07021-973032

Öffnungszeiten
Mo – So 0: o0 – 24:00 Uhr Außenbereich / Outdoor
Fr 14:00 Uhr – 17:00 Uhr begehbar
Sa, So 11:00 Uhr – 17:00 Uhr begehbar

Annett Zinsmeister arbeitet mit Raum. Sie erkundet und
dokumentiert Räume der Veränderung, bringt deren Geschichte(n)
zum Vorschein und transformiert unterschiedlichste Orte zu
spektakulären oder subtilen Raumszenarien, die uns zu einer
Entdeckungsreise zwischen Realität und Fiktion einladen.

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Annett Zinsmeister studierte Kunst und Architektur an der Hochschule der Künste Berlin sowie Kultur- und Medienwissenschaften. Als Künstlerin arbeitet sie an der Schnittstelle zur Architektur. Ihre Werke werden international in Ausstellungen in New York, Paris, Wien, Istanbul, Lima, usw. gezeigt und sind in zahlreichen Publikationen und in internationalen Sammlungen vertreten wie z.B. im MoMA, New York.
Annett Zinsmeister lebt und arbeitet in Berlin. 

Mehr Infos: http://www.annett-zinsmeister.de

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TINE SCHUMANN

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„Wenn ich die Teck sehe, dann bin ich daheim, daran besteht kein Zweifel. Doch in die Heimat zurückkommen, um hier eine Ausstellung zu machen, ist mit Zweifeln behaftet. Daheim ist kein neutraler Ort. Daheim ist der Ort, an dem die tiefsten Schichten in mir entstanden sind, die meine Entwicklung auch heute noch beeinflussen.
Und Heimat ist auch das Andere. Kirchheim – und die Großstadt, in der ich lebe, sind ein ungleiches Paar. Veränderungen hier wie dort. Und ich dazwischen, mittendrin.“
Tine Schumann

Tine Schumanns Arbeiten erzählen von Verunsicherung. Einer Verunsicherung als Folge von Veränderung. Aggression und das öffentliche Aufeinanderprallen von Masse und Meinung sind auf den Straßen der Großstadt alltäglich – in Kirchheim vielleicht etwas weniger. Durch die permanente Präsenz von Gewalt und Leid in den öffentlichen Medien, ist diese inzwischen wohl auch hier ein Thema.

In Tine Schumanns gegenständlichen Arbeiten finden sich konfliktreich aufgeladene Szenerien voller Unruhe. Polizisten, Demonstranten, Hunde und Wölfe stehen sich in Drohgebärden gegenüber. Es gilt die konfliktreichen Konstellationen zwischen Mensch und Mensch, zwischen Tier und Tier, zwischen Tier und Mensch auszuloten.
Natur und Raum sind nur angedeutet, durchzogen von technischen Apparaturen oder seltsamen Chiplandschaften. Der Mensch als „animal rational“ ist ein verletzliches Wesen in einem fragilen System.
In den künstlerischen Arbeiten von Tine Schumann geht es auch darum, den Betrachter gegen eine medial um sich greifende Ästhetik der Gewalt zu aktivieren. In Schumanns Bildern sucht man vergeblich nach inhaltlicher Orientierung, auch ein narrativer Strang, der eine moralische Bewertung enthalten könnte, findet sich nicht. So bietet die Ästhetik auch keinen Halt. Es heißt sich den Bildern zu stellen, alte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und in einen Dialog zu treten.

In der Ausstellung ZWEIFEL werden Zeichnungen, Objekte, ein Raumbild und Grafiken zu sehen sein.
Abb.: Header Ausstellungssituation Städtische Galerie im Kornhaus, Kirchheim unter Teck
Fotos: © Roberto Bulgrin 6/2016

Vernissage am 12. Juni 2016 um 17 Uhr
Einführung Dr. Heiderose Langer Kunststiftung Erich Hauser, Rottweil
Künstlergespräch am Donnerstag 14. Juli um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 14. Juni bis 24. Juli 2016

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BIOGRAFIE
1972 in Kirchheim unter Teck geboren

2006 Diplom für Bildende Kunst,
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2001 – 2006 Studium der Malerei bei Professor Sighard Gille an der HGB Leipzig
1999 – 2001 Fachklasse für Malerei und Grafik
bei Thomas Hellinger FHKT, Nürtingen

Preise und Stipendien
Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin
Benninghaus – Kunstpreis des Vereins Berliner Künstler

Ausstellungen (Auswahl seit 2011)
2016 7 schaben kratzen stechen – Grafik, Verein Berliner Künstler, Berlin
2015 Tine Schumann – Punktlandung, arche e.V., Hameln (E)
MIT MACHT ACHT MACH OHNE MACHT ACH MACH MIT
– eine Standpunktsuche, Tine Schumann und Christoph Damm,
Galerie des städtischen Museums Eisenhüttenstadt
2014 Nizaket Sinanovska – Tine Schumann, Galerie Berlin-Baku, Berlin
 Courage.Zentrale, 48h Neukölln, Berlin
Kunst im Weg, Hessisch- Oldendorf
käfig, im KOHI Kulturraum, Karlsruhe (E)
2013 …rudel…, Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin (E)
 Kunstbox 2013: Grafik, Depot/ Kulturort, Dortmund
 Moment – Anna von Bassen, Tine Schumann, Kai Luther,
Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin
 Körnelia – goldrausch 2013, Galerie im Körnerpark, Berlin
2012 Tine Schumann/ Andrea Streit, cologne Paper Art, Köln
 Trockenübung taucht ab,
temporäre Kunsthalle in den Räumen des vdek, Berlin
2011 Tine Schumann – Malerei und Grafik, Ev. Akademie Bad Boll (E)
 Doppelte Schraube, temporäre Kunsthalle in den Räumen des vdek, Berlin

2016 Dozentin an der Sommerakademie Rheinau (CH)
seit 2010 Dozentin an der Sommerakademie Schwalenberg
http://www.tine-schumann.de

Teckbote (Kai Bauer) vom 17.6.2016

Teckbote Kopie

(S)ELECTION 2005 – 2015

(S)ELECTION
Neuerwerbungen aus der Sammlung 2005 -2015
17.4. – 29.5.2016

Gerda Brodbeck  Rolf Bodenseh  Eva Borsdorf
Johanna Helbling-Felix   Claude Horstmann  Jörg Mandernach
Koho Mori-Newton   Konrad Mühe   Monika Nuber
Jürgen Palmtag  Menja Stevenson  Katrin Ströbel   Sam Szembek

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Ankäufe, die der Kunstbeirat der Städtischen Galerie in den letzten zehn Jahren (2005-2015) getätigt hat.
Die präsentierte Auswahl an zeitgenössischen Werken gibt dabei einen Rückblick in das Programm der Kornhausgalerie, das sich aus regionalen und überregionalen künstlerischen Positionen aus drei Generationen zusammensetzt.

Öffnungszeiten 
Di 14–17 Uhr, Mi–Fr 10–12 Uhr/14–17 Uhr 
Sa /So/Feiertag 11–17 Uhr
Städtische Galerie im Kornhaus 
- Der Kunstbeirat -

Max-Eyth-Strasse 19 73230 Kirchheim unter Teck 
T. 07021/973032 www.staedtische-galerie- kirchheim-teck.de

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LISA BIEDLINGMAIER

7.02.- 28.03. 2016

Eröffnung: Sonntag, 7. Februar 2016, 17 Uhr ____________________________________________________________

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus zeigt ab DM 7. Februar 2016 fotografische Arbeiten und Videos Lebenden Künstlerin Lisa Biedlingmaier in Stuttgart und Zürich der. BEREITS das Wortspiel «Proposition» – «P Oposition», das als „Vorschlag“ interpretiert Werden Kann, relativiert dabei Wichtigkeit der künstlerischen (Einzel) Präsentation sterben. Die künstlerische Setzung als „Vorschlag“ Besitzt etwas Vorläufiges und Transitorisches. Die Lücke, sterben hierbei entsteht, Könnte Auch als Angebot eine den Besucher Gelesen Werden, Sich ein eigenes Bild von den visuellen Angeboten zu machen.

Lisa Biedlingmaier hinterfragt Konventionen und Erwartungen, sterben von Kuratoren, Kunstmarkt und Publikum An eine Ausstellung Gestellt Werden und konterkariert this: Das Ritual der Eröffnungsrede als Liveauftritt und Legitimations künstlerischen Schaffens Wird entauratisiert und nur noch als mediatisierter Bild-Text zugegen sein. Die Vermeintliche Einzelausstellung Wird als Gruppenausstellung inszeniert, in der Unterschiedliche künstlerische (Körper) Haltungen und Lebenskonzepte präsentiert Werden. Konstante Bestandteile einer Ausstellung Wie beispielsweise sterben Beleuchtung, Verändern ! Sich und rücken immer wieder andere Exponate und Situationen ins Licht der Aufmerksamkeit.

Link zur aktuellen Ausgabe von „in medias res“: http://kreativ.region-stuttgart.de/services/publikationen/newsletter-in-medias-res/
————————– ——-_________                                                                   Fotos: © 2015/2016 Lisa Biedlingmaier

Aussage

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Vernissage am 7. Februar 2016; Eröffnungsrede Prof. Georg Winter

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Sonntag, 6. März 2016, 15,30-17,00 Uhr

Musikauftritt

WHITE SOUND / WHITE NOISE

LISA Biedlingmaier & MORITZ Finkbeiner

Fotos: Jana Sparrow

Kurzbiografie

* 1975 in Tscheljabinsk (Ural), in Georgien (Kaukasus) aufgewachsen 1988 Ausreise nach Deutschland, Stuttgart 1997-2003 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Kunsterziehung 2003-2005 Studium an der ZHdK Fotografie seit 2000 Mitglied der forschungsgruppe_f

Ausstellungen, Projekte, Aktionen (Auswahl)
2014 Artis 7, Tiflis, Georgien
„Echolot“, BINZ 39, Zürich
„Über Glasdecken und klebrigen Böden“, Kunstverein Wagenhallen eV
„Ich versteh` nur Bahnhof“, Künstlerhaus Stuttgart
„Rituale“, Oberwelt eV Stuttgart 2013 „ReCoCo – Das Leben unter gegenständlich Regimen“, Museum für Bat Yam, Tel Aviv „Wagenhallen ausser Haus“, Galerie der Stadt Backnang, Deutschland 2012 „Ninkas Institut für Demokratie“, Screening im Kunstmuseum Stuttgart Regionale 13, EWERK Freiburg und Fracht Kultur Bar, Basel 2011 „MONUMENT – Bewegung“ MUSE-New Yorker Center of Photography und Filmtechnik, New York „Äther“, Alpineum-Produzentengalerie, Luzern „… wir didn` t viel, aus Sorge und alles reden“, Red House , New York „ReCoCo – Leben unter Representational Regimen“, Kunsthalle Exnergasse, Wien „Tanz mit mir“, Benzeholz, Luzern „Kommentar 2010“ T-Raum Galerie, Samara, Russland

Preise und Stipendien
2011 in New York Atelierstipendium der Stadt Zürich 2010 Paris-Atelierstipendium der Stadt Zürich 2010 Arbeitsstipendium, Stiftung Kunstfonds Bonn 2010 AWARD, Fotosommer 2010, Stuttgart 2007 Stipendium der Kunststiftung Baden – Württemberg 2003 DAAD Jahresstipendium für Zürich, Schweiz

Abb. Lisa Biedlingmaier, Ego Yoga, DVD Loop, 2015

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Der Teckbote, Kultur (Kai Bauer) vom 10.02.2016
http://www.teckbote.de/nachrichten/kirchheim-und-umland_artikel,-Dialog-mit-Schaufenstern-gegenueber-_arid,90521.html

Ausschnitt des Artikels im Teckboten:

Teckbote v10.2.2016 Kopie

KOHO MORI-NEWTON

„LEICHTE SCHWERE“
KOHO MORI-NEWTON
06.12.2015 – 17.01.2016

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Vernissage
Sonntag, 06.12.2015, 17 Uhr

Begrüssung
Angelika Matt-Heidecker, Oberbürgermeisterin
Florian van het Hekke, Kurator der Ausstellung

Eröffnungsreden
Rainer Weitschies, Atelier Peter Zumthor & Partner
Dr. Hannelore Paflik-Huber, Kunstwissenschaftlerin

Performance
Lauren Newton, Vocalist

Die beiden physikalischen Gegensätze Leichte und Schwere sowie das sprachliche Paradoxon «Leichte Schwere» umschreiben die ästhetische Dimension, in der sich die Arbeiten von Koho Mori-Newton bewegen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine überlebensgroße Installation aus Seidenbahnen, die die Illusion von dünnen Wänden und filigranen (Sicht)Barrieren erzeugen. Das leichte schimmernde Seidengewebe wird durch die Bearbeitung mit Tusche zu schiefergrauen Trennlinien transformiert, die – ähnlich asiatischen Paravents (Byobu) – Bildträger und Raumteiler zugleich sind.

«This work, for me, is between drawing and painting.
The objects are not models for anything and stand in varying numbers in groups. In all of my work the fragility of the line is very important to me.»
(Koho Mori-Newton)

Koho Mori-Newton wurde 1951 in Japan geboren.
Er studierte Freie Kunst an der Wako Universität in Tokyo und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart.

Fotos von der Eröffnung: © Janis Rozkalns, Stuttgart

 

Der Teckbote, Kultur (Kai Bauer) vom 8. 12.2015

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double-­‐crossed displays

MAX LEISS & FABIAN ANSELM ORASCH
11. 10 -­‐ 22. 11. 2015

Eröffnung    Sonntag, 11. Oktober 2015, 17 Uhr
Begrüßung   Kathrin Wörwag, Kunstbeirat
Einführung   Isabella Gerstner, Berlin

In der Ausstellung double-­‐crossed displays überkreuzen sich nicht allein die Positionen zweier Kunstschaffender, sondern solchermassen „doppelte Spiele“ finden sich auch innerhalb der präsentierten Werke. Die Arbeiten von Max Leiß und Fabian Anselm Orasch beziehen sich auf vielfältige Weise sowohl auf die unmittelbar vorhandenen räumlichen, wie auch auf weiter entfernt liegende Situationen. Aus vorgefundenen, gesammelten und modifizierten Materialien wird ein Formenvokabular verschiedenster Medien generiert, aus dem heraus die Werke entwickelt und in Bezug zueinander gesetzt werden. Gemeinsam ist beiden Positionen ein dezidiertes Interesse an architektonischen Zusammenhängen. Die installative Arbeit „staging structure #3“ von Fabian Anselm Orasch ist das Ergebnis zweier Aufenthalte in Kirchheim unter Teck, während derer er auf mehreren Erkundungsgängen durch die Stadt und Spaziergängen auf der Schwäbischen Alb Eindrücke und Situationen fotografisch festgehalten hat. Die von ihm gefundenen Realitätsfragmente sowie auch sogenannte objets trouvés aus dem Bestand des Städtischen Museums kombiniert er mit Eindrücken aus seiner Heimatstadt Berlin und setzt diese zu einer bühnenartigen Installation zusammen, die diese zum Teil weit auseinander liegenden Orte räumlich zusammenführt. Die Verbindung dieser Elemente spiegelt zum einen partiell die Sicht des Künstlers auf sein Erleben wieder und gibt zum anderen dem Betrachter die Möglichkeit, die ihm angebotene „Bühne“ gedanklich zu bespielen. Max Leiß hat für die Städtische Galerie eine Reihe von Skulpturen hergestellt, welche die spezifische Materialität der Säulen des Ausstellungsraumes als Ausgangspunkt für eine spielerische und zeichenhafte Dopplung und Formentwicklung aufgreifen. Er präsentiert diese mit einer schwarz-­‐weiß Fotografie, einer Situation aus dem Musée du Louvre in Paris und stellt damit formal eine Verbindung zu den Vitrinen des Ausstellungsraums in der Städtischen Galerie im Kornhaus her, die von ihm installativ bespielt werden. Damit rückt er auf doppelbödige Weise Formen des Zeigens und Betrachtens selbst in den Fokus. Auch vermittels der Abbildung eines unscheinbaren Objekts aus dem Stadtmuseum, welches sich im oberen Teil des Gebäudes befindet, verknüpft Max Leiß in seiner Präsentation hier und dort, heute und gestern. Formal-­‐ räumliche Überkreuzungen werden dabei um zeitliche Aspekte erweitert.

 

KURZBIOGRAFIEN

Max Leiß *1982, Bonn,
lebt in Basel (CH), Marseille (FR) und Oberammergau (D)
Kunststudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (2006 – 2012) und an der École Nationale Supérieure des Beaux-­‐Arts de Paris (2010)
Preise/Stipendien
2014 artist in residence, iaab, Cité Internationale des Arts Paris 2013 Auslandsreisestipendium Baden-­‐Württemberg, Marseille 2012 Atelierstipendium der GGG, Basel 2012 2011 Preis der Jahresausstellung, AdBK Karlsruhe 2010 Preis der Jahresausstellung, AdBK Karlsruhe
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen 2014 „CARAVAN 3“, Aargauer Kunsthaus, Aarau 2013, „Connecticut,“ V8 Plattform, Karlsruhe „Strömungsabriss“, Ausstellungsraum Klingental, Basel (with R. Lutter) 2012 „Aus dem Leben der Wildkatzen“, Enrico Fornello, Mailand
Gruppenausstellungen
2015 „glasgrün“, Mischpoke e.V., Mönchengladbach „Going Places“, Atelier Mondial, Basel „Parallelaktion“, Güterbahnhof Wolf, Basel 2014 „Flumen“, La Kunsthalle Mulhouse „Approaching Architecture“, Kunsthaus Baselland „Der große Abplatter“, Nicolas Krupp, Basel 2013 „Give Me Shelter“, curated by Annette Amberg, GGG studios Basel Swiss Art Awards, Messe Basel 2012 Regionale 13, Kunst Raum Riehen, „Von den Rändern her“, Kunsthalle Palazzo Liestal „TOP 12“ Meisterschüler, Städtische Galerie Karlsruhe

Fabian Anselm Orasch *1981, Berlin, lebt in Berlin
Philosophie und Kunstgeschichte an der FU Berlin (2003 – 2008) Kunststudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Harald Klingelhöller/Bildhauerei und Katinka Bock (2008 -­‐2014) Meisterschüler bei Prof. Harald Klingelhöller (2013)
Preise/Stipendien
2014 Auslandsreisestipendium Baden-­‐Württemberg, Warschau 2012 Künstler am Hof, Theaterhaus Jena
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen 2012 „Parade Paradies“ Theaterhaus Jena, Jena
Gruppenausstellungen
2015 „Höhenluft #10“, Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen, Ettlingen 2014 „Helloween“, The Idling Gallery, Berlin 2014 „Höhenluft #9“, Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen, Ettlingen 2014 „TOP 14“, Kunstverein Pforzheim, Pforzheim 2013 Regionale 14, FABRIKculture, Hégenheim 2012 Regionale 13, Kunstraum Riehen, Riehen 2012 „Die Taschen voll Sand“, Galerie Jocelyn Wolff , Paris

MICHELIN KOBER

Michelin Kober
Ebenda.
26. Juli – 20. September 2015

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Eröffnung: Sonntag, 26. Juli 2015, 17 Uhr
Begrüßung: Susanne Jakob M.A., Kunstbeirat
Einführung: Prof. Dr. Johannes Meinhardt

Städtische Galerie im Kornhaus
Kirchheim unter Teck  Max-Eyth-Straße 19
73230 Kirchheim unter Teck

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus zeigt ab dem 26. Juli 2015 Arbeiten auf Papier der in Stuttgart lebenden Künstlerin Michelin Kober.
Michelin Kobers Papierarbeiten sind bildgewordene Resultate eines konzentrierten Malvorgangs. Die Bildgruppe «horizon» beispielsweise zeigt diese prozesshafte Vorgehensweise, aber auch die grundlegende Auseinandersetzung der Künstlerin mit den Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Mal- und
Zeichenmaterialien. Durch die Reihung horizontal gezogener Pinselstriche wird die konzentriert perpetuierende und prozessuale Werkentstehung sichtbar.
Die freihändig gezogenen Pinsellinien, die sich mitunter in wellenartigen, kräuselnden oder zuckenden Bewegungen äußern, verdeutlichen die malerischen Möglichkeiten, die auch die Nicht-Bearbeitung des Bildgrundes als Variante
einschließt. Die hellen Lichtflecken, Gucklöcher oder Leerflächen erzeugen einen fast magisch vibrierenden Bildraum. Aufgrund dieser optischen Wirkung ist es
verständlich, dass Michelin Kober ihre Papierarbeiten nicht in einen Rahmen zwängen, sondern sie frei vor der Wand schweben lassen will. Auf die experimentelle Herangehensweise weist außerdem eine Serie hin, die nicht von der Hand der Künstlerin, sondern von der entschleunigten Kriechbewegung von Schnecken erzeugt wurde. Wie diese «Spurenbilder» wohl entstanden sind und
wie sie auf den großflächigen weißen Papiergründen wirken, kann man ab dem 26.7. in der Kornhausgalerie (EG) erfahren.
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KURZBIOGRAFIE
Michelin Kober lebt und arbeitet in Stuttgart.
2000 Gründung des Projektraumes Gästezimmer
1999 Gründungsmitglied des Projekts Filderbahnfreundemöhringen FFM gemeinsam mit
Daniel Mijic, Anna Lisa Cardinale (bis 2003), Konrad Sedlar (bis 2003) und Daniel Sigloch (bis 2009)
1998 – 2004 Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Stuttgart bei den Professoren Werner Pokorny und Micha Ullman
1993 – 94 Studium der Produktgestaltung an der Hochschule Kassel

Preise / Stipendien (Auswahl)
2008 Cité Internationale des Arts, Paris (FFM)
2006 Kunststiftung Baden-Württemberg (FFM)
2005 Debutantenförderung der ABK Stuttgart (FFM)

Ausstellungen (Auswahl)
2015 «Wegen Umbauarbeiten geöffnet», Galerie Michael Sturm, Stuttgart (FFM/E)
2014 Art Karlsruhe „Soloshow“ Galerie Michael Sturm (FFM)
2013 „Interim-Biennale“ Altes Lager Münsingen (FFM)
„Linienscharen“ WKV Stuttgart
2012 „Wer hat Angst vor Iris D?“ Kloster Weingarten(FFM)(E)
„Auf-Brechen“ Kunst im Schaufenster, Katholikentag 2012, Mannheim
„Für den Hausgebrauch“ Stadtbibliothek Stuttgart (FFM) (E)
„drauf und dran“ Atelierhaus Wilhelmstrasse, Stuttgart (E)
2011 „L’onde della tempesta – Forza, Fortuna, Moneta“
Art Center, Samara, Russland (FFM)(E)
„Wie geht’s Stuttgart?“ Künstlerhaus, Stuttgart (FFM)

CLAUDE HORSTMANN

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CLAUDE HORSTMANN


22.3. – 3.5. 2015

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Claude Horstmann arbeitet in dem erweiterten Feld der zeitgenössischen Zeichnung. Ihre Arbeiten bedienen sich diverser Mittel und greifen in Installation, Wandzeichnung und sprachlichen Arbeiten auch in den Raum ein.

Der Titel der Ausstellung my translators transformers verweist auf die „Sprache der anderen“ und bringt im weitesten Sinn jene Unbekannten ins Spiel, „die mich übersetzen – und transformieren“.

Es ist der öffentliche urbane Raum, der das zeichenhafte, sprachbezogene und fotografische Material liefert, das sich die Künstlerin aneignet und transformiert. Die Frage nach Ort, Feld und Territorium ist hier eine wesentliche, ebenso wie die Frage nach Spuren, Gesten, Äußerungen. Der reale Raum der Stadt (und hier besonders Marseille) und seine vielfältigen Nutzungen machen ihn zum Ort diverser „Sprachen“, seien sie textbezogen oder bildlich oder beides. In Zeichnung, Siebdruck und plastischen Arbeiten werden visuelle, semantische Ebenen und Bedeutungen von Bild, Zeichen, Wort in neue Zusammenhänge übertragen und in den architektonischen Raum eingeschrieben. Diese Übertragung (im Sinne einer Autonomisierung) kann dabei als Abstraktionsprozess verstanden werden, der das Material als Potential befragt, es in gewissem Sinn „freisetzt“, „übersetzt“, wieder hervorbringt und in neue Konzeptionen überführt.

Parallel zur Ausstellung in der Städtischen Galerie im Kornhaus (EG) zeigt Claude Horstmann neue Editionen in der Galerie Gudrun Fuckner, Ludwigsburg.

http://www.galerie-fuckner.de

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KURZBIOGRAFIE

Claude Horstmann (*1960 in Minden) lebt und arbeitet in Stuttgart und Marseille. Sie studierte Kunstwissenschaften an der Universität Osnabrück (M.A.) und freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.
Claude Horstmann erhielt verschiedene Stipendien und Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland, u.a. durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die Ville de Strasbourg.

Eröffnung
Sonntag, 22.03.2015, 17 Uhr

Begrüßung
Monika Schaber., Kunstbeirat

Einführung
Philipp Ziegler, ZKM
Zentrum für Kunst und
Medientechnologie I Karlsruhe

Finissage:
Sonntag, 3. Mai 2015, 15 Uhr
Lecture Performance von Claude Horstmann

Öffnungszeiten
Di 14–17 Uhr
Mi–Fr 10–12 Uhr/14–17 Uhr
Sa /So/Feiertag 11–17 Uhr
Karfreitag und Ostersonntag geschlossen

Städtische Galerie im Kornhaus
Kirchheim unter Teck
Max-Eyth-Strasse 19
73230 Kirchheim unter Teck
T. 07021/973032
http://www.staedtische-galerie-kirchheim  teck.de___________________________________

Ausstellungen (Auswahl):
2015 MARSEILLE WORKS, Galerie Gudrun Fuckner, Ludwigsburg
2015 À l’heure du dessin, Château de Servières, Marseille
2014 CROSSWORDS #2, Galerie Jordan/Seydoux und LAGE EGAL, Berlin
2013 THE DARKER, Galerie Laura Mars Grp., Berlin
2013 Les douceurs du péché, FRAC PACA, Marseille (kuratiert von Stéphane Le Mercier)
2013 Résidences croisées, Espace international, CEAAC, Strasbourg
2011 Wie geht’s dir Stuttgart, Künstlerhaus Stuttgart
2010 Permanent Signal, Galerie Laura Mars Grp., Berlin
2009 Polyglottolalia,Tensta Konsthall, Stockholm
2009 DRAWING SCULPTURE, Daimler Contemporary, Haus Huth, Berlin

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KONRAD MÜHE

KONNRAD MÜHE

BADENDE STEINE
25.01. – 8.03. 2015

Eröffnung: Sonntag, 25. Januar 2015, 17 Uhr

Begrüßung
Susanne Jakob M.A., Kunstbeirat

Einführung
Dr. Sven Beckstette, Kunstmuseum Stuttgart

Abb.: Aversion, Installation, Kunsthaus Bethanien, Berlin 2014

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Der in Berlin lebende Künstler und Filmemacher Konrad Mühe erzeugt mit seinen im Raum verteilten Videoskulpturen und Installationen, komplexe Ereignis- und Bedeutungsfelder.
Für seine Videoskulpturen greift Konrad Mühe häufig auf filmisches Archivmaterial zurück, auf Found Footage oder auf selbst gedrehtes Material, das immer wieder zur Selbstbefragung und Standortbestimmung herangezogen wird. Neben einfachen, einprägsamen Handlungen, die als Filmstill oder Videofilm in Erscheinung treten wie z.B. ein im Wasser treibender Körper in «Avalanche» (2013), ist ebenfalls ein freier, experimenteller Umgang mit der technischen Apparatur (Projektor, Videokamera) für Konrad Mühes Videoinstallationen charakteristisch.
In den raumbezogenen Arbeiten, werden die technischen Medien nicht mehr allein in dienender Funktion als bloßes Dokumentations- oder Wiedergabeinstrument eingesetzt, sondern auch als performatives Handlungsinstrument oder als eigenständiges ästhetisches Objekt, das in die Installationen integriert wird. In «Autoportrait» (2013) findet die Videokamera zunächst als Untersuchungsinstrument Verwendung, mit der die Körperoberfläche des Künstlers abgetastet und filmisch festgehalten wird. Diese Selbstbefragung wird im Ausstellungsraum von einem Projektor wiedergegeben, der etwa in gleicher Höhe abgehängt ist, wie die über die Schulter hängende Videokamera im projizierten Bild. So werden, nach dem Prinzip von «Schuss und Gegenschuss», die beiden Wirklichkeitsebenen miteinander konfrontiert.

«Bei den Videoskulpturen wird ein Dialog, aber auch ein Konflikt zwischen Projektion als Vorstellungsraum und den realen Objekten als der physischen Welt erfahrbar gemacht».(Zit. Konrad Mühe)

KURZBIOGRAFIE
1982 geboren in Karl-Marx-Stadt
2004 Klasse für Malerei bei Prof. Ute Pleuger an der Burg Giebichenstein Halle/ Saale
2006 Wechsel an die UdK Berlin
2007- 2011 Klasse Prof. Lothar Baumgarten, UdK Berlin
2012 Meisterschüler Prof. Hito Steyerl, UdK Berlin

PREISE / STIPENDIEN
2014-2016 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
2011 Förderpreis für Bildende Kunst des Bundesministerium für Bildung und Forschung
Lobende Erwähnung für «Fragen an meinen Vater» bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin
2006-2012 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Abb.1+2: a version of aversion 2014,  Holz, Metall, Beamer,
Video: 2:30 min, Loop Foto: ©Konrad Mühe
Abb.3: Autoporträt 2013, Video: DVD Loop 2:13 min.

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Teckbote/Kultur (Kai Bauer) vom 30.1.2015

Unterschiedliche Körper verhandeln den Inhalt

„Beim Malen hat die Verbindung von Hand und Kopf nicht funktioniert, das war zu nah. Daher brauche ich die Kamera, ich muss einen Schritt weiter hinten stehen“, sagt Konrad Mühe, der 2006 vom Malereistudium in Halle zur UdK nach Berlin wechselte und seitdem mit dem Medium Video arbeitet. Seine künstlerische Arbeit besteht aus Videos, die er in Installationen einbaut, und die sich in der Art, wie sie präsentiert werden, mit dem Raum verbinden.

Schon beim Betreten der Ausstellung wird der Besucher mit einer großen Holzplatte konfrontiert, die schräg im Raum aufgestellt ist und eine Art balancierende Wippe mit einer Stahltraverse bildet, auf der ein Videobeamer befestigt ist. Man steht also auch als Betrachter „weiter hinten“, denn man muss zuerst die seltsamen Konstruktionen im Raum entschlüsseln, um an das bewegte und meist farbige Bild heranzukommen. Dieses bildet jeweils den Köder, der den Betrachter wie eine flimmernde Belohnung im Aufbau eines Laborversuchs anlockt.

An der Rückwand des Raumes lehnt ein Flachbildschirm, der wie zufällig im Hochformat am Boden abgestellt wurde und im hinteren Teil der Ausstellung hängt ein Beamer an Stromkabeln von der Decke bis auf die Höhe eines Bauchnabels herab. In der abgedunkelten Mitte des Raumes lockt uns das flirrende Licht der Videoprojektion in einem massiven Block aus Glasscheiben an, ohne dass wir zunächst erkennen können, was der eigentliche Film zeigt. Vier dieser Aufbauten bilden im Ausstellungsraum des Kornhauses eine Art Parcours, den der Besucher durchlaufen kann. Vier Arbeiten erscheinen wenig, sie stellen jedoch eine echte Herausforderung an den Betrachter, der sich jedes mal in die verschiedenen Wahrnehmungsebenen hinein arbeiten muss. Denn Konrad Mühes Konzept ähnelt einem Labyrinth aus ineinander verschlungenen Bahnen, auf die wir mit unseren alltäglichen Wahrnehmungsmustern geführt werden.

Die in die Installationen eingebauten Videos zeigen einfache Objekte und Räume, die in kurzen Szenen verbunden sind. Grundprinzip der Videoclips ist der Loop, also die Endlosschleife, die alle gezeigten Handlungen wieder an ihren Ausgangspunkt zurück führt. Zu sehen sind beispielsweise die Hände eines Jongleurs, die bewegte Schatten auf einer Wand bilden, oder ein menschlicher Körper, der von oben betrachtet im Wasser treibt. In verschiedenen Versionen treibt ihn die Strömung zwischen zwei Steinen hindurch. Auf die diagonale Holzplatte der Installation „a version of aversion“ werden Hände projiziert, die von oben ins Bild kommen. Sie scheinen Schauspieler auf einer kleinen Bühne zu sein und verhalten sich pantomimisch zu einander.

Der auf Bauchnabelhöhe abgehängte Beamer im hinteren Ausstellungsteil zeigt eine Kamera, die sich im Spiegel selbst filmt. Sie hängt dabei an einer Art Marionettengestell auf dem Rücken einer Person herab, die möglicherweise der Künstler selbst ist. Der Körper als Ganzes oder Hände als Körperteile werden in den Videos zu Objekten reduziert. Sie zeigen kaum den subjektiven Ausdruck oder die innere Bewegung, die normalerweise das Genre der künstlerischen Performance, von Tanz oder Schauspiel ausmachen. Konrad Mühe setzt den menschlichen Körper dezidiert als Element der bildenden Kunst ein, wie er auch das Medium Video extrem reduziert, indem er die Handlungsabläufe immer nur als kurze Schleifen zeigt, die mechanisch zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren.

Diese konsequente Fokussierung macht den Videoclip als Element der künstlerischen Installation deutlich und unterscheidet ihn damit formal von herkömmlichen Dokumentations- oder Unterhaltungsmedien. Dieses Medium wird damit etwas grundsätzlich anderes, als beispielsweise die Aufnahme mit dem Smartphone.

Konrad Mühe schafft eine ganz eigene Welt aus Elementen, die er aus der alltäglichen Wahrnehmung in langen Prozessen herausdestilliert hat. Sie werden dabei so stark konzentriert, aber auch manipuliert, dass sie aus ihren Kontexten heraustreten. In der Ausstellung werden sie dann so eigenständig präsentiert, dass der Betrachter genötigt wird, sie wieder in die Kontexte der eigenen Erinnerung einzubauen. Beispielsweise sieht die Stahltraverse, die im Eingangsbereich den Beamer trägt und die große Holzplatte im Gleichgewicht hält, zunächst wie ein Stück industriell gefertigter Eventtechnik aus: sie besteht aus drei Stahlrohren mit diagonalen Verstrebungen, wie man sie beim Aufbau von Konzertbühnen als Träger für Lichtelemente oder Boxen benutzt. Sie ist jedoch kein Fundstück und entspricht auch keiner DIN-Norm, denn der Künstler hat sie eigenhändig zusammengeschweißt. Sie ist kein Ready-Made, aber auch keine Attrappe, denn sie hat die Funktion, den Beamer zu tragen, aber in ihrer Form erinnert sie an eine bereits bekannte Ästhetik. Ebenso ist die Aufnahme des treibenden Körpers, die im Glasblock zu sehen ist, farbig manipuliert, so dass sie wie ein älterer, möglicherweise gefundener Filmausschnitt wirkt.
In Konrad Mühes Wahrnehmungslabyrinth gibt es nicht den einen Weg zum Ziel, sondern es stehen uns zahlreiche Alternativen und neue Assoziationen offen. Oder wie der Künstler es selbst formuliert:
„Die unterschiedlichen Materialien, Oberflächen und Körper und die mit ihnen verbundenen Assoziationen verhandeln den Inhalt“.

Konrad Mühe „Badende Steine“ 25.1. – 8.3. 2015,
Städtische Galerie im Kornhaus Kirchheim unter Teck
Max-Eyth-Strasse 19
73230 Kirchheim unter Teck
http://www.staedtische-galerie-kirchheim-teck.de

Öffnungszeiten
Di 14-17 Uhr
Mi-Fr 10-12, 14-17 Uhr
Sa/So/Feiertag 11-17 Uhr
Faschingsdienstag geschlossen

© Kai Bauer 2015

SUSANN DIETRICH

SUSANNN DIETRICH

INTERFERENZEN
7.12.2014 – 11.1.2015

Finissage: Sonntag, 11. Januar 2015, 16 Uhr

Dietrich-Interferenzen Kopie

Eröffnung: Sonntag, 7. Dezember 2014, 17 Uhr
Städtische Galerie im Kornhaus (EG)Max-Eyth-Str.19 73230 Kirchheim unter Teck

In ihrer Arbeit lotet Susann Dietrich (*1984) die Begriffe archivieren,
sammeln und erinnern aus. Seit langer Zeit beschäftigt
sie sich intensiv mit den Hintergründen des Wortes Archiv, das
eine Metapher für jede Art der Aufbewahrung geworden ist.
Die Arbeit an und mit ihrem Archiv ist eine Auseinandersetzung
mit Positionen zu Theorien und Ästhetiken des Archivs1 und
zugleich ein experimenteller Umgang mit der eigenen Sicht auf
das System. Sie sieht ihr Archiv gleichermaßen als Kunst und
Forschungsobjekt.
Auf Einladung des Kunstbeirates reiste Susann Dietrich im
März 2014 das erste Mal nach Kirchheim unter Teck, um eine
Woche lang in den Archiven der Stadt zu forschen.
Ihre Arbeitsweise ist eine unablässige Prozessarbeit. Objekte
werden von der Künstlerin gesammelt, angeeignet, auf vielfältige
Weise transformiert, neukontextualisiert und umgedeutet.
In der Städtischen Galerie im Kornhaus zeigt Susann Dietrich
die Rauminstallation INTERFERENZEN .
Es handelt sich um die Konstruktion einer Erzählung, bei der es
durch die Zusammenstellung der Objekte zur Verdichtung von
Materialien aus unterschiedlichen Quellen kommt. Dabei spielt
das Stichwort: Sibyllenspur eine große Rolle.
Zwischen Linien, Flächen und Geweben, sowie der Auflösung
des Einzelwerks versucht Susann Dietrich einen verdichteten
Raum zu schaffen, in dem das Überlagern und miteinander verwoben
sein, wechselnde Hierarchien der Objekte zueinander
zulassen.
„Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem andren wirkt und lebt.“ 2
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1 Vgl. Knut Ebeling/Stephan Günzel, „Archivologie - Theorie 
des Archivs in Philisophie,
Medien und Künsten“, Kulturverlag Kadmos Berlin 2009.
2 Johann Wolfgang von Goethe, „Faust“, der Tragödie erster Teil, 
Vers 447.