CHINA CONNECTION #1

19.November 2017 – 7. Januar 2018

CHINA CONNECTION I
Zhou Gang & Meng Yang

Eröffnung: Sonntag, 19.11.2017, 17 Uhr

 

Die Ausstellung CHINA CONNECTION I bildet den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe, in der in unregelmäßigen Abständen junge chinesische Künstlerinnen und Künstler vorgestellt werden, die „zwischen den Welten“ Deutschland-China ihre künstlerische Sprache entwickelt haben.
Die erste Ausstellung wird von der in Nürnberg lebenden Zeichnerin und Malerin Meng Yang und dem Konzept- und Videokünstler Zhou Gang realisiert, der bis 2011 ebenfalls an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte und heute in Wuhan/VR China lebt.

Meng Yangs großformatige Bilder erinnern bei oberflächlicher Betrachtung an chinesische Tuschezeichnungen oder Holzdrucke. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die klassischen Natur- und Landschaftsmotive, die zunächst den Ausgangspunkt für mehrere Leinwände bilden, dann jedoch weiter transformiert werden – bis hin zu Bildwerken, die von jeder landschaftlichen Referenz befreit sind. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich die nadelfeinen Lineaturen, aus denen sich unterschiedlich schraffierte Flächen und Formen herauskristallisieren, als mit Filzstift gezogene Linien, die systematisch im Rapport nebeneinander gelegt wurden. Eine energetische Wirkung entfalten die Bilder durch divergierende Linienfelder, die unterschiedliche Strömungen und Richtungswechsel zeigen – und manche wurden ganz deutlich gegen den Strich gebürstet.

In seinem Videofilm „China“ bezieht sich Zhou Gang auf die Filmproduktion „La Chine: Chung-Kuo-Cina“ („Reich der Mitte“) von Michelangelo Antonioni, die dieser 1972 auf Einladung der chinesischen Regierung in Peking, Nanking und Shanghai gedreht hatte. Antonioni schildert in seinen Aufnahmen nicht nur die Schokoladenseite des modernen Chinas, sondern in der Form einer Sozialreportage auch Ausbeutung, Elend und Armut. Diesem Prinzip folgend stellt Gang Zhou Orte, Einstellungen und Sequenzen aus Antonionis Film nach. Er sucht die alten Drehorte auf, die inzwischen von neuen Megastädten westlichen Zuschnitts überbaut worden sind. Gang Zhous „China“ dokumentiert den Prozess der postindustriellen Urbanisierung und die zementierte Disharmonie zwischen gestern und heute.

MENG YANG
1979 geboren in Tianjin, VR China
2008-2010 Studium freie Kunst Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Prof. Heike Baranowsky
2009 Meisterschülerin
2004-2007 Studium Malerei und Objektkunst, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Prof. Rolf-Gunter Dienst
1998-2002 Studium Ölmalerei, Academy of Fine Arts Tianjin, Bachelor of Fine Arts

GANG ZHOU
1980 geboren in Wuhan, VR China
seit 2012 Künstlerischer Mitarbeiter an der Akademie der Bildenden Künste Hubei in Wuhan/VR China
2009 – 2011 postgrad. Dipl. Kunst und öffentl. Raum, AdBK Nürnberg
2005 – 2008 Diplom, Kommunikationsdesign, FH Nürnberg
1998 – 2002 Bachelor, Grafik-Design, AdBK Hubei, VR China

fig.1: Zhou Gang, Grand Wuhan, 2015, ca. 30 min.
fig.2:: Meng Yang, Filzstift auf Leinwand © Artothek Nürnberg

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TINA HAASE

30. Juli – 17. September  2017

TINA HAASE      SITUATION BUNT   

Finissage: Dr. Reinhard Ermen, Stuttgart
im Gespräch mit der Künstlerin

Sonntag, 17. September 2017, 15 Uhr

Im Anschluss an das Künstlergepräch mit Dr. Reinhard Ermen wird der Kurzfilm „Wush“ (2017) von Tina Haase gezeigt. 

Die Installation aus Plastiktüten im Kornhaus wirkt gegen das Licht wie Kirchenfenster. Foto: © Carsten Riedl/Teckbote

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Wann wird es zu bunt oder wieviel geht noch?

Die Bildhauerin Tina Haase befragt alltägliche Dinge, Räume oder Gebäude nach ihren spezifischen Qualitäten. Den physikalischen, optischen oder kontextuellen Besonderheiten folgend, entstehen künstlerische Arbeiten wie Objekte, Kunst am Bau, Raum-Installationen, Performances und Kurzfilme. Die Suche nach dem Eigentlichen, Eigentümlichen und dem Jeweiligen führt manchmal zu Identitätsverschiebungen in denen Selbstverständlichkeiten verrutschen und in denen das doppelte Sehen eine Rolle spielt: das Wiedererkennen und das Neusehen .

Manchmal entsteht Kunst im Kontext besonderer Räume. Durch einfache, oft minimale Eingriffe gerät das jeweils Besondere oder „Neuralgische“ des Raumes in den Fokus. Durch die Interventionen, erhalten die räumlichen Situationen eine ganz andere Grundstimmung. Ihren Identitäten und Funktionen gesellt sich ein zweiter Blick hinzu, der nicht selten die eigene Erwartungshaltung deutlich macht und in Frage stellt.

Das Einfache, Schlichte spielt bei der Materialwahl eine Rolle. In den letzten Jahren sind oft farbige Dinge in den Fokus ihrer Auseinandersetzung gerückt. Die zunächst sachliche Suche nach der Form die „zwingt“ und die einfache Umsetzung: Der direkte Weg ist zielführend. Es kann im streng geordneten Durcheinander enden oder in einer einleuchtenden Umverteilung. Anleitungen zum Verständnis braucht es nicht.
Die Installation in der Städtischen Galerie in Kirchheim ist u. a. eine Weiterentwicklung der Wandarbeit „Wieviel Farbe kannst Du noch ertragen“, die 2017 für die große Wand im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt entstand. Hier in Kirchheim setzt sich Tina Haase mit der Farbe im dreidimensionalen Raum auseinander. Kirchheim Teck ist historisch gesehen über die Textilindustrie gewachsen. Darauf wird sich die Arbeit mit einfacher Geste ebenso beziehen, wie auf die schweren, dunklen, material-lastigen und unverwüstlichen Qualitäten des Raumes.

Wann wird es zu bunt oder wieviel geht noch? Für die Künstlerin trifft der Titel nicht nur die Bechreibung ihrer Arbeit, sondern auch den Nerv der Zeit.

fig.1: Ausschnitt aus der 20 qm großen Wandarbeit mit dem Titel „Wie viel Farbe kannst Du noch ertragen?“ © Tina Haase
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TINA HAASE CV

Tina Haase studierte Kunst an den Akademien in Münster und Düsseldorf, wo Sie als Meisterschülerin von Fritz Schwegler abschloss. Reisestipendien führten sie in die USA und nach Italien. Regelmäßige Ausstellungen mit Schwerpunkt in Deutschland, aber auch in Belgien, Niederlande, Österreich, der Schweiz, Spanien, Polen und den USA machten ihr Werk bekannt. Neben dem bildhauerischen Werk entstanden in den 1980iger Jahren Kurzfilme mit Karin Hochstatter (Paranose Produktion) und in den 90iger Jahren raumbezogene Choreografien. Ab 2002 realisierte sie verschiedene Kunst am Bau Projekte. 2004 lehrte sie als Professorin für Gestaltungslehre am Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein. Seit 2007 ist sie Ordinaria am Lehrstuhl für Bildende Kunst an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität in München. Tina Haase lebt und arbeitet in Köln und München.
http://www.tinahaase.de

Tina Haase

 

 

FRAUKE SCHLITZ

14.5. – 2.7.2017
FRAUKE SCHLITZ

RESPONSE

Eröffnung: Sonntag, 14. Mai, 17 Uhr
Begrüßung: Monika Schaber, Kunstbeirat
Einführung: Dr. Eva-Marina Froitzheim, Kuratorin Kunstmuseum Stuttgart

Finissage: Sonntag, 2. Juli, 15 Uhr
NEUE Öffnungszeiten:
Di-Fr 14-17 Uhr, Sa, So und feiertags 11-17 Uhr

„Meine Arbeit ist eine Befragung des Phänomens Raum. Ich beziehe mich dabei auf konkrete Architekturen und Topographien und deren Beziehung zum Körper, der die Voraussetzung jeglicher Erfahrung ist. Die Bezüge zu Architektur und Topographie deuten dabei nicht nur den physikalischen Raum, sondern funktionieren als Metaphern, die einen mentalen Raum im Sinne innerer Konstruktion und subjektiver Repräsentation ausloten. Mein Werk umfasst seit Langem zwei- und dreidimensionale Arbeiten. Beide Arbeitsweisen sprechen immer auch den Zwischenraum, den Negativraum, die Leere an.

Die geometrische Reduktion ist für mich eine Art sprachliches Gerüst, das im (Bild-) Raum Sinn stiftet. Analog zur musikalischen Komposition rhythmisieren Variationen, sich wiederholende Formen und Module den Raum.

Die aus dem Arbeitsprozess hervorgehenden Linien- und Gitterstrukturen erzeugen eine Komplexität, die nicht logisch, sondern sinnlich ist. Dabei sind die Materialqualitäten wesentlich. Sowohl in meinen Zeichnungen als auch in meinen Installationen interessieren mich taktile Eigenschaften der Linie, die eine ausgeprägte Präsenz erzeugen, aber auch ein Moment der Abwesenheit spüren lassen“. (Frauke Schlitz)

http://www.fraukeschlitz.de

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FELIX BOEKAMP

5. März – 23. April 2017

FELIX BOEKAMP

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(Version V/ IV-X)

Eröffnung: Sonntag, 5. März 2017
16:45 Uhr
Grußwort: Der Bundespräsident der Herzen
Marktplatz (vor dem Brunnen), Kirchheim/Teck
17:15 Uhr
Kommentar: Susanne Jakob M.A., Kuratorin/Kunstbeirat
Städtische Galerie im Kornhaus (EG)

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Der in Hamburg lebende Künstler Felix Boekamp überschreibt seine Ausstellung in der Städtischen Galerie im Kornhaus mit dem Begriff „Inversion“. Den Terminus kennen wir zum einen als meteorologischen Begriff, aber auch als Prinzip der Umkehrung von Gewohntem. Die meteorologische Bedeutung wird dem Besucher sowohl durch die Einladungskarte als auch durch das Großplakat über dem Eingang der Städtischen Galerie nahe gelegt: Der Künstler, in der Pose von Caspar David Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ (1818), blickt vom Burgberg Teck auf die Kirchheimer Bucht, die ganz offensichtlich unter einer Dunstglocke liegt. Die zweite Bedeutung spielt mit der Umkehrung und Umdeutung von gewohnten Denkschemata und Modellen, die speziell in Architektur und Stadtplanung gelten. Als Stellvertreter der gebauten Architektur und der auf das  Mittelalter zurückgehenden Stadtanlage stehen zwei Leihgaben aus dem Städtischen Museum. Diesen komprimierten und idealisierten Stadtmodellen setzt Felix Boekamp in den Schaukästen (Arkaden) und in den Schaufenstern der Städtischen Galerie utopische Stadtpläne und kleine filigrane Stadtvisionen entgegen, die aus Drähten, Fundstücken, Insektenkörpern und Mitbringseln aus anderen Kulturkreisen zusammengefügt wurden: Ein fragiler, spielerischer Gegenentwurf zur massiven Fachwerkstruktur der Kirchheimer Innenstadt, der letztendlich auch die Bedrohtheit und Verletzlichkeit des öffentlichen Raums zum Ausdruck bringt. Diese filigranen Modellwelten stehen zeichenhaft für eine Umkehrung (détournement) all dessen, was man von einer funktionierenden, den Alltagszwecken und Bauordnungen unterworfenen Stadt gewohnt ist: Durchlässigkeit, Offenheit für Materialexperimente, Fragilität und Vergänglichkeit, Überwindung der Schwerkraft, Flexibilität und spielerischer Eigensinn. Das spielerische, nicht zweck-orientierte Moment, reklamiert auch der belgische Künstler und Stadtplaner Constant Nieuwenhuys (1920-2005) in den ausgehenden 1960er Jahren für seine visionäre Modellstadt „NEW BABYLON“:

„New Babylon ist kein Projekt der Stadtplanung, sondern eine Art des Denkens, des Imaginierens, eine Blickweise auf die Dinge und das Leben . … New Babylon ist die Welt des Homo Ludens, die Welt des spielerischen Menschen. Es ist eine Art Gesellschaftsmuster, das den Gedanken permanenter Veränderungen und Transformationen mit einbezieht“.

„FELIX BOEKAMP“ weiterlesen

RUDOLF SCHOOFS

11.Dezember 2016 bis 5.Februar 2017

RUDOLF SCHOOFS (1932-2009)

Malerei und Zeichnung

Der 2009 in Stuttgart verstorbene Maler und Zeichner Rudolf Schoofs hat mit seinem umfangreichen Werk einen maßgeblichen Einfluss auf die Kunst im deutschen Südwesten genommen. Er war Teilnehmer der Dokumenta 6 (1977) und hatte zahlreiche internationale Ausstellungen in großen Museen.
Zwanzig Jahre lehrte er als Professor für Freie Grafik an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und prägte damit eine ganze Generation junger Künstlerinnen und Künstler.

Die Städtische Galerie im Kornhaus würdigt über zwei Stockwerke sein kraftvolles und zugleich auch sensibles Werk, mit einer Auswahl an Zeichnungen und Ölgemälden, deren  Schwerpunkt in den 1990er Jahren liegt.

„Als „zeichnerische Vereinnahmung von Welt“ skizzierte Franz Joseph van der Grinten 1982 das Schaffen von Rudolf Schoofs. Der Linie vertrauend, den Dingen entlangdenkend – tatsächlich hat sich Schoofs die Welt so erschlossen. Bis hin zu jenen Blättern der vergangenen fünf Jahre, in denen Landschaftsfigurationen wie Figurenlandschaften nur mehr als Erinnerungsspuren erkennbar werden und doch gerade daraus die Intensität ihres  Eigenwerts gewinnen“.
Zit.: Nikolai Forstbauer, Nachruf 2009, in: Stuttgarter Nachrichten

Rudolf Schoofs, Abstract Composition, 1988

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Stuttgarter Zeitung (Wolfgang Berger) vom 19.12.2016

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TECKBOTE (Kai Bauer) vom 14.12.2016

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ANNETT ZINSMEISTER

Speicher / Transformation
ANNETT Zinsmeister
16.10. – 2016.11.27

Vernissage: Sonntag, 16.10.2016, 17 Uhr

BEGRÜSSUNG   Angelika Matt-Heidecker, Oberbürgermeisterin
Florian van het Hekke, Kurator der Ausstellung
EINFÜHRUNG Christian Goegger, Künstlerischer Leiter Kunstverein Esslingen

Städtische Galerie im Kornhaus, Kunstbeirat Max-Eyth-Str.19, 73230 Kirchheim unter Teck Tel. 07021-973032

Öffnungszeiten
Mo – So 0: o0 – 24:00 Uhr Außenbereich / Outdoor
Fr 14:00 Uhr – 17:00 Uhr begehbar
Sa, So 11:00 Uhr – 17:00 Uhr begehbar

Annett Zinsmeister arbeitet mit Raum. Sie erkundet und
dokumentiert Räume der Veränderung, bringt deren Geschichte(n)
zum Vorschein und transformiert unterschiedlichste Orte zu
spektakulären oder subtilen Raumszenarien, die uns zu einer
Entdeckungsreise zwischen Realität und Fiktion einladen.

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Annett Zinsmeister studierte Kunst und Architektur an der Hochschule der Künste Berlin sowie Kultur- und Medienwissenschaften. Als Künstlerin arbeitet sie an der Schnittstelle zur Architektur. Ihre Werke werden international in Ausstellungen in New York, Paris, Wien, Istanbul, Lima, usw. gezeigt und sind in zahlreichen Publikationen und in internationalen Sammlungen vertreten wie z.B. im MoMA, New York.
Annett Zinsmeister lebt und arbeitet in Berlin. 

Mehr Infos: http://www.annett-zinsmeister.de

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TINE SCHUMANN

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„Wenn ich die Teck sehe, dann bin ich daheim, daran besteht kein Zweifel. Doch in die Heimat zurückkommen, um hier eine Ausstellung zu machen, ist mit Zweifeln behaftet. Daheim ist kein neutraler Ort. Daheim ist der Ort, an dem die tiefsten Schichten in mir entstanden sind, die meine Entwicklung auch heute noch beeinflussen.
Und Heimat ist auch das Andere. Kirchheim – und die Großstadt, in der ich lebe, sind ein ungleiches Paar. Veränderungen hier wie dort. Und ich dazwischen, mittendrin.“
Tine Schumann

Tine Schumanns Arbeiten erzählen von Verunsicherung. Einer Verunsicherung als Folge von Veränderung. Aggression und das öffentliche Aufeinanderprallen von Masse und Meinung sind auf den Straßen der Großstadt alltäglich – in Kirchheim vielleicht etwas weniger. Durch die permanente Präsenz von Gewalt und Leid in den öffentlichen Medien, ist diese inzwischen wohl auch hier ein Thema.

In Tine Schumanns gegenständlichen Arbeiten finden sich konfliktreich aufgeladene Szenerien voller Unruhe. Polizisten, Demonstranten, Hunde und Wölfe stehen sich in Drohgebärden gegenüber. Es gilt die konfliktreichen Konstellationen zwischen Mensch und Mensch, zwischen Tier und Tier, zwischen Tier und Mensch auszuloten.
Natur und Raum sind nur angedeutet, durchzogen von technischen Apparaturen oder seltsamen Chiplandschaften. Der Mensch als „animal rational“ ist ein verletzliches Wesen in einem fragilen System.
In den künstlerischen Arbeiten von Tine Schumann geht es auch darum, den Betrachter gegen eine medial um sich greifende Ästhetik der Gewalt zu aktivieren. In Schumanns Bildern sucht man vergeblich nach inhaltlicher Orientierung, auch ein narrativer Strang, der eine moralische Bewertung enthalten könnte, findet sich nicht. So bietet die Ästhetik auch keinen Halt. Es heißt sich den Bildern zu stellen, alte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und in einen Dialog zu treten.

In der Ausstellung ZWEIFEL werden Zeichnungen, Objekte, ein Raumbild und Grafiken zu sehen sein.
Abb.: Header Ausstellungssituation Städtische Galerie im Kornhaus, Kirchheim unter Teck
Fotos: © Roberto Bulgrin 6/2016

Vernissage am 12. Juni 2016 um 17 Uhr
Einführung Dr. Heiderose Langer Kunststiftung Erich Hauser, Rottweil
Künstlergespräch am Donnerstag 14. Juli um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 14. Juni bis 24. Juli 2016

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BIOGRAFIE
1972 in Kirchheim unter Teck geboren

2006 Diplom für Bildende Kunst,
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2001 – 2006 Studium der Malerei bei Professor Sighard Gille an der HGB Leipzig
1999 – 2001 Fachklasse für Malerei und Grafik
bei Thomas Hellinger FHKT, Nürtingen

Preise und Stipendien
Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin
Benninghaus – Kunstpreis des Vereins Berliner Künstler

Ausstellungen (Auswahl seit 2011)
2016 7 schaben kratzen stechen – Grafik, Verein Berliner Künstler, Berlin
2015 Tine Schumann – Punktlandung, arche e.V., Hameln (E)
MIT MACHT ACHT MACH OHNE MACHT ACH MACH MIT
– eine Standpunktsuche, Tine Schumann und Christoph Damm,
Galerie des städtischen Museums Eisenhüttenstadt
2014 Nizaket Sinanovska – Tine Schumann, Galerie Berlin-Baku, Berlin
 Courage.Zentrale, 48h Neukölln, Berlin
Kunst im Weg, Hessisch- Oldendorf
käfig, im KOHI Kulturraum, Karlsruhe (E)
2013 …rudel…, Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin (E)
 Kunstbox 2013: Grafik, Depot/ Kulturort, Dortmund
 Moment – Anna von Bassen, Tine Schumann, Kai Luther,
Galerie Verein Berliner Künstler, Berlin
 Körnelia – goldrausch 2013, Galerie im Körnerpark, Berlin
2012 Tine Schumann/ Andrea Streit, cologne Paper Art, Köln
 Trockenübung taucht ab,
temporäre Kunsthalle in den Räumen des vdek, Berlin
2011 Tine Schumann – Malerei und Grafik, Ev. Akademie Bad Boll (E)
 Doppelte Schraube, temporäre Kunsthalle in den Räumen des vdek, Berlin

2016 Dozentin an der Sommerakademie Rheinau (CH)
seit 2010 Dozentin an der Sommerakademie Schwalenberg
http://www.tine-schumann.de

Teckbote (Kai Bauer) vom 17.6.2016

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(S)ELECTION 2005 – 2015

(S)ELECTION
Neuerwerbungen aus der Sammlung 2005 -2015
17.4. – 29.5.2016

Gerda Brodbeck  Rolf Bodenseh  Eva Borsdorf
Johanna Helbling-Felix   Claude Horstmann  Jörg Mandernach
Koho Mori-Newton   Konrad Mühe   Monika Nuber
Jürgen Palmtag  Menja Stevenson  Katrin Ströbel   Sam Szembek

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Ankäufe, die der Kunstbeirat der Städtischen Galerie in den letzten zehn Jahren (2005-2015) getätigt hat.
Die präsentierte Auswahl an zeitgenössischen Werken gibt dabei einen Rückblick in das Programm der Kornhausgalerie, das sich aus regionalen und überregionalen künstlerischen Positionen aus drei Generationen zusammensetzt.

Öffnungszeiten 
Di 14–17 Uhr, Mi–Fr 10–12 Uhr/14–17 Uhr 
Sa /So/Feiertag 11–17 Uhr
Städtische Galerie im Kornhaus 
- Der Kunstbeirat -

Max-Eyth-Strasse 19 73230 Kirchheim unter Teck 
T. 07021/973032 www.staedtische-galerie- kirchheim-teck.de

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LISA BIEDLINGMAIER

7.02.- 28.03. 2016

Eröffnung: Sonntag, 7. Februar 2016, 17 Uhr ____________________________________________________________

Der Kunstbeirat der Städtischen Galerie im Kornhaus zeigt ab DM 7. Februar 2016 fotografische Arbeiten und Videos Lebenden Künstlerin Lisa Biedlingmaier in Stuttgart und Zürich der. BEREITS das Wortspiel «Proposition» – «P Oposition», das als „Vorschlag“ interpretiert Werden Kann, relativiert dabei Wichtigkeit der künstlerischen (Einzel) Präsentation sterben. Die künstlerische Setzung als „Vorschlag“ Besitzt etwas Vorläufiges und Transitorisches. Die Lücke, sterben hierbei entsteht, Könnte Auch als Angebot eine den Besucher Gelesen Werden, Sich ein eigenes Bild von den visuellen Angeboten zu machen.

Lisa Biedlingmaier hinterfragt Konventionen und Erwartungen, sterben von Kuratoren, Kunstmarkt und Publikum An eine Ausstellung Gestellt Werden und konterkariert this: Das Ritual der Eröffnungsrede als Liveauftritt und Legitimations künstlerischen Schaffens Wird entauratisiert und nur noch als mediatisierter Bild-Text zugegen sein. Die Vermeintliche Einzelausstellung Wird als Gruppenausstellung inszeniert, in der Unterschiedliche künstlerische (Körper) Haltungen und Lebenskonzepte präsentiert Werden. Konstante Bestandteile einer Ausstellung Wie beispielsweise sterben Beleuchtung, Verändern ! Sich und rücken immer wieder andere Exponate und Situationen ins Licht der Aufmerksamkeit.

Link zur aktuellen Ausgabe von „in medias res“: http://kreativ.region-stuttgart.de/services/publikationen/newsletter-in-medias-res/
————————– ——-_________                                                                   Fotos: © 2015/2016 Lisa Biedlingmaier

Aussage

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Vernissage am 7. Februar 2016; Eröffnungsrede Prof. Georg Winter

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Sonntag, 6. März 2016, 15,30-17,00 Uhr

Musikauftritt

WHITE SOUND / WHITE NOISE

LISA Biedlingmaier & MORITZ Finkbeiner

Fotos: Jana Sparrow

Kurzbiografie

* 1975 in Tscheljabinsk (Ural), in Georgien (Kaukasus) aufgewachsen 1988 Ausreise nach Deutschland, Stuttgart 1997-2003 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Kunsterziehung 2003-2005 Studium an der ZHdK Fotografie seit 2000 Mitglied der forschungsgruppe_f

Ausstellungen, Projekte, Aktionen (Auswahl)
2014 Artis 7, Tiflis, Georgien
„Echolot“, BINZ 39, Zürich
„Über Glasdecken und klebrigen Böden“, Kunstverein Wagenhallen eV
„Ich versteh` nur Bahnhof“, Künstlerhaus Stuttgart
„Rituale“, Oberwelt eV Stuttgart 2013 „ReCoCo – Das Leben unter gegenständlich Regimen“, Museum für Bat Yam, Tel Aviv „Wagenhallen ausser Haus“, Galerie der Stadt Backnang, Deutschland 2012 „Ninkas Institut für Demokratie“, Screening im Kunstmuseum Stuttgart Regionale 13, EWERK Freiburg und Fracht Kultur Bar, Basel 2011 „MONUMENT – Bewegung“ MUSE-New Yorker Center of Photography und Filmtechnik, New York „Äther“, Alpineum-Produzentengalerie, Luzern „… wir didn` t viel, aus Sorge und alles reden“, Red House , New York „ReCoCo – Leben unter Representational Regimen“, Kunsthalle Exnergasse, Wien „Tanz mit mir“, Benzeholz, Luzern „Kommentar 2010“ T-Raum Galerie, Samara, Russland

Preise und Stipendien
2011 in New York Atelierstipendium der Stadt Zürich 2010 Paris-Atelierstipendium der Stadt Zürich 2010 Arbeitsstipendium, Stiftung Kunstfonds Bonn 2010 AWARD, Fotosommer 2010, Stuttgart 2007 Stipendium der Kunststiftung Baden – Württemberg 2003 DAAD Jahresstipendium für Zürich, Schweiz

Abb. Lisa Biedlingmaier, Ego Yoga, DVD Loop, 2015

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Der Teckbote, Kultur (Kai Bauer) vom 10.02.2016
http://www.teckbote.de/nachrichten/kirchheim-und-umland_artikel,-Dialog-mit-Schaufenstern-gegenueber-_arid,90521.html

Ausschnitt des Artikels im Teckboten:

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KOHO MORI-NEWTON

„LEICHTE SCHWERE“
KOHO MORI-NEWTON
06.12.2015 – 17.01.2016

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Vernissage
Sonntag, 06.12.2015, 17 Uhr

Begrüssung
Angelika Matt-Heidecker, Oberbürgermeisterin
Florian van het Hekke, Kurator der Ausstellung

Eröffnungsreden
Rainer Weitschies, Atelier Peter Zumthor & Partner
Dr. Hannelore Paflik-Huber, Kunstwissenschaftlerin

Performance
Lauren Newton, Vocalist

Die beiden physikalischen Gegensätze Leichte und Schwere sowie das sprachliche Paradoxon «Leichte Schwere» umschreiben die ästhetische Dimension, in der sich die Arbeiten von Koho Mori-Newton bewegen.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine überlebensgroße Installation aus Seidenbahnen, die die Illusion von dünnen Wänden und filigranen (Sicht)Barrieren erzeugen. Das leichte schimmernde Seidengewebe wird durch die Bearbeitung mit Tusche zu schiefergrauen Trennlinien transformiert, die – ähnlich asiatischen Paravents (Byobu) – Bildträger und Raumteiler zugleich sind.

«This work, for me, is between drawing and painting.
The objects are not models for anything and stand in varying numbers in groups. In all of my work the fragility of the line is very important to me.»
(Koho Mori-Newton)

Koho Mori-Newton wurde 1951 in Japan geboren.
Er studierte Freie Kunst an der Wako Universität in Tokyo und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart.

Fotos von der Eröffnung: © Janis Rozkalns, Stuttgart

 

Der Teckbote, Kultur (Kai Bauer) vom 8. 12.2015

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