G e f u n d e n e  M o m e n t e  –  Menja Stevenson

H e r z l i c h e   E i n l a d u n g   

zur Finissage

am Sonntag, den  1 0 .  M ä r z , ab  15.00 Uhr

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Eröffnung: Sonntag, 27. Januar 2013, 17 Uhr

Begrüßung: Kathrin Wörwag
Einführung:  Kai Bauer

27. Januar – 10. März 2013

Mit freundlicher Unterstützung der Galerie Gudrun Fuckner, Ludwigsburg

Gefund. Momente-Stevenson Kopie

In ihren Arbeiten – Videos, Performances, Installationen und Fotografien – nutzt Menja Stevenson den mentalen und realen Raum für Inszenierungen und lotet den Grad unseres medialen Lebens aus. Zeit und Wahrnehmung, Zufall, Augenblick und Überraschung sowie der Ort oder der Unort  selbst, an denen sie in Aktion tritt, sind die wesentlichen Komponenten ihrer Kunst. Ihre Arbeiten pendeln zwischen verschiedenen Arten der Betrachtung und Wahrnehmung, sowohl inhaltlich, gedanklich oder real physisch. Dabei verwischt sie die Grenzen von Realitätsebenen durch das Setzen und Benutzen von Irritationen, der Hinterfragung unserer Sehgewohnheiten und das Signalisieren und Betonen von Zwischenräumen.

Stevenson setzt Medien ein, um die damit einhergehenden Fragen nach der Wirklichkeit und der Fiktion stellen zu können. Die Vermischung künstlerischer Disziplinen ist wesentlich für ihre Arbeitsweise. Sie agiert zwischen den Räumen, den Disziplinen um zu einem Gesamten zu kommen. Mit ihr selbst, mit Darstellern oder einfach nur Dingen und Material. Die Fragen nach dem Immerwährenden, dem Ewigen, setzt sie in Gegensatz zur Frage des Augenblicks.

Seit 2006 sammelt Stevenson bewusst Alltagssituationen, die sie als gefundene Momente bezeichnet. Denn in der Echtzeit eines Augenblicks ist der Moment ein Stück, oft unwiederbringliche, aufgezeichnete Zeit – aber auch das Moment, das Element, die Zutat für eine Idee ist auslösender Input und Ausgangspunkt künstlerischen Schaffens. Sie beobachtet das Unspektakuläre, das auf den zweiten Blick nicht mehr das Normale widerspiegelt sondern die Poesie, die Komik, die Skurrilität oder das Abgründige dahinter. Solche Beobachtungen sind zum Beispiel das unfreiwillige Stillleben aus der Welt der Dinge, die aktive Handlung der Mitmenschen in ihrer unbeabsichtigten Alltagsperformance oder optische Auffälligkeiten, wie beispielsweise in „Bustour S“ die ästhetische Beschaffenheit der Buspolsterung. Dieser subjektive, zweite Blick auf die normale Welt wird zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit und geht mit der Relevanz des Profanen um. In ihrer Arbeit verfolgt sie einen Realitätsanspruch und dadurch auch den Anspruch dem Betrachter Erfahrungen zu ermöglichen. Sie erzählt keine erfundene Geschichte, sie schafft den Rahmen für Erlebnisse und Improvisation. Dadurch kommuniziert ihre Arbeit direkt und spürt dem Zwischenmenschlichen nach und  ergründet die Befindlichkeiten hinter den Menschen und den Dingen, die sie tun, den Orten, an denen sie auftreten, wirken und sind.

Menja Stevenson wurde 1982 in Rottweil a.N. geboren und hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Kunst und Intermediales Gestalten studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart. Weitere Informationen im Internet: http://www.menjastevenson.de

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